Der Felsen

Der Barockkomplex Skalka ist ein einzigartiger Ort auf einem bewaldeten Bergrücken oberhalb der Stadt Mníšek pod Brdy.
Die Kirche der heiligen Maria Magdalena, das Kloster, der Kreuzweg, die Einsiedelei und der Genius loci dieses Ortes ziehen Menschen aus der ganzen Region an.

Das Areal wurde Ende des 17. Jahrhunderts von dem frommen Besitzer des Klostergutes, Servác Ignác Engel von Engelsflusse, errichtet.

Die Kirche ist der heiligen Maria Magdalena gewidmet und wurde von der Kapelle in der Höhle von La Sainte Baume in Südfrankreich inspiriert, in der die Heilige dreißig Jahre lang gelebt haben soll. Engel holte sich für seine Pläne den berühmten Architekten Kryštof Dientzenhofer und schickte ihn auf eine Studienreise in die Provence, wo er die Inspiration in Form des tschechischen Barocks verwirklichte. Gleichzeitig mit der Kirche wurden auch ein Kloster und eine Einsiedelei gebaut. Auch hier gab es Perlen der Barockkunst. Das wertvollste Denkmal in Skalka war das Deckengemälde der Heiligen Maria Magdalena von Petr Brandl. Als das Gebiet von Skalka in den 1950er Jahren durch Unterspülung beschädigt wurde, übertrug man das Gemälde auf Leinwand und brachte es in der St. Wenzelskirche in Mníšek an. Ein weiteres interessantes Werk ist die Pieta des Bildhauers Jan Brokoff, die sich noch immer in der Einsiedelei befindet.
Nach 1762 wurde Skalka vom Franziskanerorden verwaltet und entwickelte sich zu einem beliebten Wallfahrtsort. Sie war eine geistliche Station auf dem Pilgerweg von Prag nach Svatá Hora in Příbram, erfreute sich großer Beliebtheit und wurde zu einem Ort der Ruhe und Kontemplation. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist Skalka auch ein beliebtes Touristenziel geworden.

Die schlimmste Zeit für das Gebiet um Skalka war die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, als der Eisenerzabbau die Kirche so stark beschädigte, dass sie mit Eisenbügeln verschlossen werden musste. Die Erlaubnis, das Dach des Klosters 1959 zu entfernen, bedeutete den schnellen Verfall des Gebäudes. Dadurch wurde der Zugang zu Skalka praktisch unmöglich, und die Kirche verfiel nach und nach.

Nach 1989 ging der barocke Skalka-Komplex in den Besitz der Stadt Mníšek pod Brdy über. Seitdem wurden die Kirche, das Kloster, die Einsiedelei und die 14 Kapellen des Kreuzweges schrittweise rekonstruiert. Die neu rekonstruierten Kapellen des Kreuzweges wurden vom Verband der historischen Denkmäler Böhmens, Mährens und Schlesiens zum Denkmal des Jahres 2019 erklärt.
Der Barockkomplex Skalka wird heute für Trauungen, Ausstellungen, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen genutzt. So ist er zu einem Ort geworden, an dem man inmitten der Natur wieder Geschichte atmet.

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