Drei Pfeifen

Der Bau des im Geiste des romantischen Historismus entworfenen Jagdschlosses wurde von einer Wiener Firma ausgeführt. Das Schloss wurde mit Jagdtrophäen, Gemälden und Stichen von Jagdszenen ausgestattet und verfügte über ein eigenes Wasserwerk und ein Wasserkraftwerk. Um das Schloss herum wurde ein Naturpark mit exotischen Bäumen angelegt.

Jerome Colloredo-Mansfeld ahnte wohl nicht, wohin sich das Rad der Geschichte drehen würde und wer später sein Schloss bewohnen würde. In den 1930er Jahren wohnte hier zum Beispiel kurzzeitig Präsident Tomáš Garrigue Masaryk, später sein Nachfolger Edvard Beneš. Während der deutschen Besatzung wohnte hier mehrere Jahre lang Feldmarschall Walter von Brauchitsch. Nach 1948 wurde das Schloss als Unterkunft für mehrere Generäle und kommunistische Führer genutzt. Wahrscheinlich war dies der Grund dafür, dass es nicht das grausame Schicksal vieler Brda-Dörfer, Jagdhütten und Haine erlitt, die von der Armee im Militärgebiet zerstört wurden.

Um 1980 wurde das Schloss nach dem Projekt des Architekten Chvojka vom Militärischen Projektierungsinstitut rekonstruiert (Heizung, Wasserversorgung, Innenausstattung, Reparatur von Ziegelteilen, Anbauten rund um das Schloss usw.), so dass wir das Schloss heute nicht mehr in seiner ursprünglichen Form sehen. Im Jahr 2014 wurde das Schloss mit dem angrenzenden Gelände, einschließlich des Wasserkraftwerks, zum Kulturdenkmal erklärt, wodurch der Schutz des Geländes unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung gewährleistet ist.

Heute, nach der Aufhebung des Militärkonvois und der Einrichtung des Landschaftsschutzgebiets Brdy, arbeiten die Militärwälder und -güter an einer recht umfangreichen Exposition des Hauses der Natur. Die interaktive Ausstellung besteht aus mehreren Abschnitten, die sowohl für Kinder als auch für "Erwachsene" zugänglich sind. Sie befassen sich mit der Natur und der Geschichte des Gebirges, natürlich auch mit seiner jüngsten militärischen Vergangenheit. Es gibt auch einen Spielplatz für Kinder und eine "Waldkapelle" an der Stelle, an der sich früher die echte Kapelle befand.

Um das Jagdschloss zu erreichen, werden wir wahrscheinlich den blauen Weg direkt von Strasice aus entlang des Padrťský Baches (Klabava) nehmen. Es sind nur etwa 2,5 km vom südöstlichen Ortsrand entfernt, wo sich auch ein Parkplatz befindet. Zur Burg kann man auch vom Padrťské rybníky aus gelangen, zum Beispiel über den Josefka-Waldweg (Radweg 2252). Vom Dolejší Padrťský Teich sind es etwa 7 km. Überspitzt kann man sagen: Wer Tok, Jordán, Padrťské rybníky, Valdek oder Třítrubecký Chateau nicht gesehen hat, ist nicht in Brdy.

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